Gerlinde Kaltenbrunner,
die als beste
Extrembergsteigerin der Welt gilt, wirft
Reinhold Messner in einem
Interview mit dem
Internet-Portal
MONTE
Ahnungslosigkeit vor. Dort spricht sie offen über die harsche Kritik Messners an
organisierten Bergexpeditionen. Anlass waren die elf tödlich verunglückten
professionellen Bergsteiger am
K2 Anfang August 2008, die
Messner nach dem Unfall als ,Touristengruppe' bezeichnet hatte. "Wer diese Leute
verunglimpft oder gar als ,Touristengruppe' abkanzelt, ist schlicht ahnungslos",
äußert sich Kaltenbrunner verärgert im MONTE-Interview.
Die
Gipfelstürmerin lehnt die Prüfung bergsportlicher Kenntnisse bei
Alpinisten prinzipiell zwar nicht ab, findet dies aber aufgrund
vieler "gefälschter" Tourenberichte schwierig. Kaltenbrunner, die bereits
elf von vierzehn Achttausendern bestiegen hat, plädiert
gegenüber MONTE deshalb für eine neue Demut den Bergen gegenüber: Man solle froh
sein, wenn die Berge einen "
hinauf steigen lassen und uns dort oben einen
Moment lang die Möglichkeit geben, zu uns selbst zu finden". Aggressive
Äußerungen wie auch in Messners Buch "
K2 -Chogori: Der große
Berg", in dem er vom "Angriff auf den Gipfel" spricht, findet sie
altmodisch und unpassend. Statt ein Angreifen der Natur zu propagieren, sollte
man besser zu mehr Respekt vor der Natur aufrufen.
Das vollständige
Interview
mit Gerlinde Kaltenbrunner
kannst du auf
www.monte-welt.com
lesen.